Zwei Tage nach der Fährüberfahrt war wieder mal ein Geburtstag – Loris’ 9.. Schon im Vorfeld hat er den Wunsch geäußert, dass wir an diesem Tag nicht Auto fahren, sondern an einem schönen Ort sind – in Anbetracht der zu erwartenden Geschenke am liebsten mit Pool.

Wir verließen also morgens die Fähre, machten eine kurze Stadtrundfahrt durch Mazatlán, wo bereits für den Karnevalsumzug geschmückt wurde (Randnotiz: es soll wohl der drittgrößte der Welt sein, nach Rio und New Orleans) und begaben uns auf den Weg am Pazifik entlang Richtung Süden. Wir fanden in unserer Stellplatz-App schließlich ein Hotel mit RV-Park, welches einen schönen Pool versprach und direkt am Meer lag. Das klang doch genau richtig.

Vor Ort, im Color Marina Hotel, mussten wir zweimal hinschauen, um rauszufinden, ob die Anlage noch geöffnet ist. Gäste sahen wir keine, dafür kaputte Strommasten und einen Traktor.

Leider war dieser Küstenabschnitt im November von einem Hurricane getroffen worden, der noch deutlich sichtbare Spuren hinterlassen hatte. Wir sahen u.a. umgestürzte Palmen und kamen an einem völlig verwüsteten landwirtschaftlichen Betrieb vorbei. Und auch den RV-Park hatte es getroffen, in dem Fall die Stromversorgung der Stellplätze – einige Masten standen schief oder waren umgestürzt und die Plätze waren ohne Elektrizität. Das Hotel selbst hatte – wie uns Amerikaner später berichteten – seine goldenen Zeiten hinter sich. Vor der Weltfinanzkrise vor zehn Jahren war in dieser Gegend alles voller nordamerikanischer Touristen. Die blieben dann aus. Die Betreiber der Anlagen pflegen diese aber oft weiterhin, vielleicht in der Hoffnung, dass die Touristenströme wieder kommen, vielleicht aber auch, weil ihnen schlichtweg keine Alternative bleibt, als zumindest dem totalen Verfall entgegen zu wirken.

Für uns war das große Glück an diesem ja eigentlich traurigen Umstand, dass wir einen top gepflegten Pool vorfanden und diesen als einzige Gäste gut zu nutzen wussten.

wir waren die Einzigen, weit und breit

Und das taten wir, nicht nur am Geburtstag, sondern auch noch an den drei folgenden Tagen. Es war so schön und unkompliziert, dass wir Tag für Tag entschieden, noch zu bleiben. Marko fuhr mit dem Rad in ein kleines Dorf zum Einkaufen, wo er im “Tía-Emma-Lädchen” von der Milch bis zur Kabelbefestigung allerlei kaufen konnte, die Jungs machten sich einen Leguan zum temporären Haustier (mit Leine!), wir verbrachten viel Zeit im Pool und ich schaffte es endlich, wieder ein bisschen Spanisch zu lernen. Leider geht das sehr schleppend…

unser großes Geburtstagskind

lecker Eis…

4 Kommentare

  1. Hallo allerseits,
    ja, ich lese hier auch gerne mit 🙂
    In Paris saß mir mal in der Metro ein junger Mann gegenüber, der hatte einen recht großen Leguan auf der Schulter hocken. Und irgendwo anders, ich weiß nicht mehr wo genau, hatte ein alter Mann einen Gecko auf der Stirn.
    Sachen gibts…….
    Grüße
    Heinz

  2. Huhu Ihr!
    Seit Ihr weg seid verpasse ich keinen Blogeintrag.
    Immer mit viel Fernweh im Bauch und bin dankbar, dass ich wenigstens an Eurem Abenteuer teilhaben darf.
    Nachträglich, lieber Loris, alles Liebe zum Geburtstag.

    Grüße aus Stuttgart
    von Claudia mit Ella und Klara (Klara plant, seit sie hier mitschaut schon fest ihre Weltreise)

  3. Immer wieder schön von euch zu lesen! Vielen Dank für die vielen Inspirationen und herzliche Glückwünsche von den Drodos (Jade, Samuel, Andi u Karo… Und Balu…)

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