Weil die Temperaturen in den östlichen Nationalparks Utahs schon ziemlich herbstlich, nachts fast schon winterlich waren, zog es uns erstmal nicht so richtig weiter. Das Schöne daran war, dass wir unsere Reisegeschwindigkeit drosseln konnten und nun tatsächlich langsamer unterwegs waren. Das gab uns allen die Möglichkeit, mal tief durchzuatmen und Energie zu tanken – Wärme, Sonne, Weite, Genießen.

Unser nächstes Ziel nach Las Vegas und dem Hoover Damm war das nord-östlich gelegene Valley of Fire, was uns sowohl vom Reiseführer als auch von anderen Reisenden als sehr sehenswert beschrieben wurde. Außerdem war es noch in einer Höhenlage, wo auch nachts die Temperaturen nicht unter fünf Grad fielen.

Unser Reisetag fiel auf Thanksgiving (Donnerstag) und das hieß Ferien und langes Wochenende. Die reiselustigen Amerikaner waren also alle on tour und wir bekamen abends, nach dem Besuch des Hoover Damms, im Valley of Fire State Park keinen freien Campingplatz mehr. So landeten wir im östlich angrenzenden Lake Mead Erholungsgebiet auf einer kleinen Campingplatz-Oase inmitten der eher steppenhaft anmutenden Umgebung. Der See selbst hat momentan ziemlich wenig Wasser, sodass wir ihn trotz Anhöhe nur in der Ferne erahnen konnten (kannten wir ja vom Lake del Valle bereits).
Hier entschieden wir uns drei Nächte zu bleiben. Die Ruhe war toll. Die Jungs nutzten die Zeit zum Salamander jagen, E-Mails schreiben und, um mit mir aufwändiger zu kochen. So gab es das ihrer Meinung nach beste Essen der ganzen Reise: Burger mit selbstgemachten Bio-Rinderhack-Buletten (also doch mal wieder Fleisch) und Kartoffelbrei mit Blumenkohl-Brokkoli-Gratin. Lecker!

Am Sonntag dann fuhren wir wieder ins Valley of Fire, liefen einen ersten Trail und fanden diesmal auch einen Campingplatz. Inmitten von roten Sandsteinformationen gelegen und mit traumhaften Klettermöglichkeiten, Felsvorsprüngen für Lager und frechen Streifenhörnchen, die eine Leidenschaft für Erdnussbutter und Birnenreste haben.

Florentins Husky heißt jetzt auch Tuco und wird von Bennett gehegt und gepflegt

So war schon vor dem Ende des Frühstücks am nächsten Morgen klar, dass wir den Tag hier verbringen müssen. Also war Marko gefragt, der eine Lösung zaubern sollte, dass wir nochmal und ohne die Autobatterie auf langer Fahrt gut aufgeladen zu haben, ohne Strom überleben. Also, Solaranlage raus, Motor für eine halbe Stunde laufen lassen und hoffen, dass es reicht.

Es hat! Und wir verbrachten den Tag auf dem Campground und nutzten den nächsten Tag nochmal, um das Valley of Fire zu erkunden, bevor wir weiter Richtung Utah fuhren.

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